350 Millionen Euro für alte Technik: Ministerium kauft Windows-10-Computer
In einer überraschenden Wendung hat eine britische Behörde kurz vor dem Ende des Supports für Windows 10 über 30.000 neue Computer mit diesem Betriebssystem angeschafft – und das für stolze 350 Millionen Euro.
Der Support-Ende von Windows 10
Microsoft hat angekündigt, den Support für Windows 10 im Oktober 2025 einzustellen. Das bedeutet, dass ab diesem Datum keine Sicherheitsupdates oder technischen Hilfestellungen mehr bereitgestellt werden. Nur in Ausnahmefällen, wie für spezielle Unternehmensverträge, könnte es Verlängerungen geben. Viele Unternehmen und Behörden migrieren daher auf Windows 11, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Die Anschaffung der britischen Behörde
Die britische Behörde, genauer gesagt das Verteidigungsministerium, hat sich entschieden, genau jetzt 30.000 neue Computer mit Windows 10 zu kaufen. Diese Geräte sind zwar neu produziert, laufen aber auf einer Software, die bald veraltet sein wird. Der Deal beläuft sich auf etwa 350 Millionen Euro, was Fragen zur Wirtschaftlichkeit aufwirft.
Mögliche Gründe für die Entscheidung
Experten spekulieren über die Motive. Ein Hauptgrund könnte die Kompatibilität mit bestehender Software sein. Viele spezialisierte Anwendungen im Verteidigungsbereich sind auf Windows 10 optimiert und würden unter Windows 11 möglicherweise nicht reibungslos funktionieren. Eine Umstellung würde Zeit und zusätzliche Kosten verursachen, die die Behörde offenbar vermeiden will.
Darüber hinaus spielen Sicherheitsaspekte eine Rolle. In sensiblen Bereichen wie der Verteidigung werden Systeme oft isoliert betrieben, sodass das Fehlen von Updates kein unmittelbares Risiko darstellt. Die Behörde könnte auch auf erweiterte Support-Verträge mit Microsoft setzen, die den Betrieb über 2025 hinaus ermöglichen.
Auswirkungen auf die IT-Landschaft
Diese Anschaffung wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen großer Organisationen bei der Modernisierung. Während Privatnutzer und kleine Firmen flexibel auf neue Systeme umsteigen können, kämpfen Behörden mit bürokratischen Hürden und hohen Anforderungen an Stabilität. Der Fall zeigt, wie veraltete Technik in kritischen Sektoren weiterhin eine Rolle spielt.
Fazit
Am Ende des Tages hat das Ministerium 350 Millionen Euro in Technik gesteckt, die so frisch ist wie ein Relikt aus dem letzten Jahrzehnt – vielleicht planen sie ja, die Computer in einem Museum auszustellen, sobald Windows 11 der neue Standard ist. Ein echter Meisterstreich der Planung, oder?