Bis zu 600 Euro Schadenersatz: So schließt du dich der Sammelklage gegen Facebook an
Überblick
Hunderte Millionen Facebook-Datensätze sind 2021 im Netz gelandet. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) geht nun mit einer Sammelklage gegen Facebooks Mutterkonzern Meta vor und will für Betroffene Schadenersatz erstreiten. Eine Anmeldung ist noch bis Ende Oktober möglich.
Worum geht es?
Im Zuge eines groß angelegten Datenlecks wurden öffentlich zugängliche Nutzerinformationen automatisiert ausgelesen und in Foren veröffentlicht. Betroffen waren personenbezogene Daten wie Namen, Telefonnummern und weitere Profildaten. Aus Sicht der Verbraucherschützer hat Meta unzureichend gegen die massenhafte Datensammlung geschützt und damit gegen Datenschutzpflichten verstoßen.
Wer kann mitmachen?
Teilnehmen können Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer, deren Konto vom Leak betroffen war oder die im relevanten Zeitraum ein Profil hatten. Die Sammelklage richtet sich auf eine pauschale Entschädigung von bis zu 600 Euro pro Person. Wichtig: Das ist ein Maximalbetrag – die tatsächliche Höhe hängt vom Einzelfall ab und ist nicht garantiert.
So meldest du dich an
Die Anmeldung erfolgt online über die Hinweise der Verbraucherzentrale zur Sammelklage. Dort erfährst du, welche Angaben benötigt werden und wie du dich registrierst. Halte möglichst Nachweise zu deinem Facebook-Konto bereit. Die Frist läuft bis Ende Oktober.
Darum lohnt sich die Teilnahme
Neben einem möglichen finanziellen Ausgleich setzt die Sammelklage ein Zeichen für stärkeren Datenschutz. Wer sich anschließt, bündelt seine Ansprüche gemeinsam mit vielen Betroffenen und erhöht den Druck auf Meta, Verantwortung zu übernehmen.
Was du jetzt tun solltest
Prüfe, ob dein Facebook-Konto vom Leak betroffen sein könnte, informiere dich auf der Seite der Verbraucherzentrale über die Teilnahmebedingungen und entscheide rechtzeitig über einen Beitritt. Hebe Bestätigungen und Kommunikation zur Anmeldung gut auf.