Cloud Act: Risiken für Datensouveränität
Die US-Tech-Elite tut derzeit alles, um sich bei Präsident Donald Trump beliebt zu machen. Das verleiht dem Cloud Act, einem Gesetz von 2018, neue Brisanz. Ein Blick auf die Risiken – und wie man seine Daten schützen kann.
Was ist der Cloud Act?
Der Cloud Act, offiziell bekannt als Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act, wurde 2018 vom US-Kongress verabschiedet. Er soll Behörden erleichtern, auf Daten zuzugreifen, die bei US-Cloud-Anbietern gespeichert sind, auch wenn diese Daten im Ausland liegen. Das Gesetz zielt auf die Bekämpfung von Verbrechen ab, wie Terrorismus oder Cyberkriminalität.
Die aktuellen Entwicklungen
In Zeiten politischer Unsicherheit suchen Tech-Giganten wie Google, Microsoft und Amazon Nähe zur Regierung. Präsident Trump hat wiederholt Druck auf Unternehmen ausgeübt, was den Cloud Act neu in den Fokus rückt. Experten warnen vor einer Erosion der Datensouveränität, da US-Behörden leichter auf europäische Daten zugreifen könnten.
Risiken für die Datensouveränität
Der Cloud Act erlaubt es US-Behörden, Daten ohne Gerichtsbeschluss in anderen Ländern anzufordern, solange ein Abkommen besteht. Für EU-Bürger bedeutet das ein Risiko, da der Datenschutz nach DSGVO-Standards unterlaufen werden könnte. Unternehmen müssen abwägen, ob sie Cloud-Dienste von US-Anbietern nutzen, da diese dem Gesetz unterliegen.
Wie schützt man seine Daten?
Um Risiken zu minimieren, empfehlen Experten den Wechsel zu europäischen Cloud-Anbietern, die der DSGVO unterliegen. Verschlüsselung der Daten ist essenziell, damit selbst bei Zugriff Inhalte unlesbar bleiben. Regelmäßige Audits und Verträge mit klaren Datenschutzklauseln helfen ebenfalls.