E-Autos: Zwei Jahre schmutziger als Benziner – dann dreht sich die Bilanz
Eine neue Studie enthüllt, dass Elektroautos aufgrund der Batterieproduktion zunächst mehr CO₂ emittieren als herkömmliche Verbrennungsmotoren. Doch nach etwa zwei Jahren Nutzung kippt die Umweltbilanz zugunsten der E-Autos.
Die Ergebnisse der Studie
Eine umfassende Untersuchung hat ergeben, dass die Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge einen hohen CO₂-Ausstoß verursacht. Dieser ist so signifikant, dass E-Autos in den ersten zwei Jahren ihrer Lebensdauer schmutziger sind als vergleichbare Benziner. Die Studie berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus, einschließlich Produktion, Betrieb und Entsorgung.
Warum die Batterieproduktion belastend ist
Der Hauptgrund liegt in der energieintensiven Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen wie Lithium und Kobalt. Diese Prozesse erfordern viel Strom, der oft aus fossilen Brennstoffen stammt. Dadurch entsteht ein CO₂-Rucksack, der das E-Auto anfangs benachteiligt. Experten schätzen, dass allein die Batterieproduktion bis zu 15 Tonnen CO₂ pro Fahrzeug verursacht.
Der Wendepunkt nach zwei Jahren
Nach rund 30.000 bis 50.000 Kilometern Fahrt – was etwa zwei Jahren entspricht – holen die Elektroautos auf. Ihr Betrieb ist emissionsfrei, solange der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt. Im Vergleich dazu emittieren Benziner kontinuierlich Abgase. Die Studie zeigt, dass E-Autos über die gesamte Lebensdauer bis zu 70 Prozent weniger CO₂ verursachen.
Auswirkungen auf die Umweltpolitik
Diese Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit, die Batterieproduktion nachhaltiger zu gestalten. Politiker und Hersteller sollten in grüne Energiequellen für die Produktion investieren. Dennoch bleibt der Wechsel zu E-Mobilität langfristig ein Gewinn für den Klimaschutz.
Quelle: t3n.de