EU: Warum die Zeitumstellung bleibt
Jahrelang diskutierten die Europäer über die Abschaffung der Zeitumstellung, die von vielen abgelehnt wird. Doch aus einem EU-weiten Vorstoß wurde bislang nichts.
Die Geschichte der Zeitumstellung
Die Zeitumstellung wurde in vielen Ländern eingeführt, um Energie zu sparen. In der EU erfolgt sie seit Jahrzehnten zweimal im Jahr: Im Frühling wird die Uhr vorgestellt, im Herbst zurück. Viele Bürger sehen darin jedoch nur Chaos und Belastung für den Biorhythmus.
Der Vorstoß der EU
2018 startete die EU-Kommission eine Umfrage, bei der eine Mehrheit für die Abschaffung stimmte. Das Europaparlament votierte 2019 dafür, die Umstellung bis 2021 zu beenden. Jeder Member State sollte wählen, ob er bei Sommer- oder Winterzeit bleibt.
Warum es stockt
Das Verfahren scheiterte am Rat der EU. Die Staaten konnten sich nicht auf eine einheitliche Regelung einigen. Grenzüberschreitende Probleme, wie im Verkehr oder in der Wirtschaft, verhindern eine Abschaffung. Zudem lenkten Krisen wie Brexit und Corona die Aufmerksamkeit ab.
Ausblick: Noch Hoffnung?
Experten bezweifeln eine baldige Abschaffung. Solange keine Einigung besteht, bleibt die Zeitumstellung. Dennoch fordern Verbände weiterhin Reformen, um das Uhrenchaos zu beenden.