Europa scheitert seit Jahren an Zeitumstellungs-Abschaffung
Jahrelang diskutierten die Europäer über die Abschaffung der Zeitumstellung, die von vielen abgelehnt wird. Doch aus einem EU-weiten Vorstoß wurde bislang nichts.
Der lange Weg der Debatte
Die Diskussion um die Zeitumstellung in der Europäischen Union begann vor sechs Jahren. Viele Bürger lehnen den Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit ab, da er den Schlafrhythmus stört und wenig Vorteile bringt. Eine Umfrage der EU-Kommission ergab, dass über 80 Prozent der Befragten für eine Abschaffung plädierten.
Warum es scheitert
Das Verfahren stockt, weil die Mitgliedstaaten sich nicht einigen können. Einige Länder bevorzugen die permanente Sommerzeit, andere die Winterzeit. Zudem spielen wirtschaftliche Interessen eine Rolle, etwa im Verkehr und in der Landwirtschaft. Der EU-Rat hat das Thema auf die lange Bank geschoben, und die Pandemie verschärfte die Verzögerungen.
Ist mit einer Abschaffung noch zu rechnen?
Experten bezweifeln, dass eine Einigung in naher Zukunft möglich ist. Solange keine einheitliche Linie gefunden wird, bleibt die Zeitumstellung bestehen. Dennoch fordern Verbände und Politiker weiterhin eine Lösung, um die Belastung für die Bevölkerung zu beenden.