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iPhone geortet, Schmuggler geschnappt: Wie ein Heiligabend-Tipp die Polizei zu 2.000 Handys führte

Der Londoner Polizei ist ein beachtlicher Schlag gegen die organisierte Kriminalität gelungen. Ermittlerinnen und Ermittler haben eine Bande zerschlagen, die im großen Stil mutmaßlich gestohlene Smartphones aus Großbritannien nach China verschifft haben soll. Auslöser war ein Hinweis am Heiligabend – und die Ortung eines iPhones über Apples „Wo ist?“-Funktion.

Heiligabend-Tipp bringt die Wende

Laut den Ermittlern führte ein Hinweis aus der Bevölkerung am 24. Dezember die Polizei zu einer Spur, die zunächst unscheinbar wirkte. Der Tipp verwies auf ein möglicherweise gestohlenes iPhone. Als die Beamten das Gerät über die Ortungsfunktion lokalisierten, öffnete sich der Blick auf ein viel größeres Geflecht.

Digitale Spur über Apples „Wo ist?“

Über die in iPhones integrierte „Wo ist?“-Funktion, die Geräte mithilfe des Apple-Netzwerks auffindbar macht, konnten die Beamtinnen und Beamten einen Standort ausmachen, der schließlich zu einem Umschlagpunkt führte. Dort stießen sie auf zahlreiche weitere Telefone – verpackt, gebündelt und offenbar bereit für den Export.

2.000 Smartphones sichergestellt

Im Zuge des Einsatzes stellte die Polizei rund 2.000 Mobiltelefone sicher. Nach aktuellem Ermittlungsstand sollen die Geräte aus unterschiedlichsten Diebstahlsdelikten stammen und systematisch außer Landes gebracht worden sein. Der Fund untermauert den Verdacht auf ein professionell organisiertes Netzwerk, das sich auf den internationalen Weiterverkauf spezialisiert hat.

Festnahmen und laufende Ermittlungen

Mehrere Verdächtige wurden festgenommen. Die Behörden prüfen nun, inwieweit weitere Beteiligte und Logistikketten in Großbritannien und im Ausland eingebunden sind. Ziel ist es, die Geräte zuzuordnen, Eigentümer zu identifizieren und die Wertschöpfungskette der Hehlerware zu unterbrechen. Auch eine Zusammenarbeit mit Zoll- und Partnerbehörden im Ausland läuft an.

Warum „Wo ist?“ Kriminelle unter Druck setzt

Apples „Wo ist?“-Netzwerk nutzt nahegelegene Apple-Geräte, um verlorene oder gestohlene iPhones zu orten – selbst dann, wenn diese nicht aktiv genutzt werden, solange sie nicht vollständig zurückgesetzt wurden. In Kombination mit der Aktivierungssperre erschwert das den Weiterverkauf erheblich und erhöht das Risiko für Täter, da bereits ein einzelnes geortetes Gerät Ermittlungen ins Rollen bringen kann.

Einordnung und Prävention

Der Fall zeigt, wie digitale Forensik klassische Polizeiarbeit ergänzt. Nutzerinnen und Nutzer sollten die Ortungsfunktion aktivieren, ihre Zugangsdaten sicher verwahren und bei Verlust umgehend eine Sperrung und Fernlöschung veranlassen. Zudem hilft es, Kaufbelege und Seriennummern zu dokumentieren. So steigen die Chancen, gestohlene Geräte zurückzubekommen – und Banden verlieren einen Teil ihres Geschäftsmodells.



Quelle: https://t3n.de/news/iphone-geortet-schmuggler-geschnappt-wie-ein-heiligabend-tipp-die-polizei-zu-2-000-handys-fuehrte-1711222/?utm_source=rss&utm_medium=newsFeed&utm_campaign=newsFeed

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