ITER: Weltgrößter Magnet fertig – Hebt Flugzeugträger
Das internationale Fusionsreaktor-Projekt ITER hat einen Meilenstein erreicht: Das letzte Teilstück des zentralen Magneten ist eingetroffen und macht ihn zum stärksten der Welt.
Der gigantische Magnet und seine Leistung
Der zentrale Magnet des ITER-Reaktors ist nun komplett. Dieser Supraleiter-Magnet erzeugt ein Magnetfeld, das stark genug ist, um einen Flugzeugträger anzuheben. Mit einem Gewicht von über 1.000 Tonnen und einer Länge von 18 Metern stellt er einen Rekord in der Technologie dar. Er ist essenziell für die Erzeugung von Plasma bei Temperaturen von bis zu 150 Millionen Grad Celsius, um Kernfusion zu ermöglichen.
Internationale Zusammenarbeit trotz Herausforderungen
Im Interview mit dem Generaldirektor von ITER, Pietro Barabaschi, wird klar, wie das Projekt trotz globaler Krisen und Kriege voranschreitet. Barabaschi betont die Bedeutung der Kooperation zwischen Ländern wie den USA, Russland, China, der EU, Indien, Japan und Südkorea. Trotz geopolitischer Spannungen liefern alle Partner pünktlich ihre Komponenten, was die Stabilität des Projekts unterstreicht.
Technische Details und zukünftige Pläne
Der Magnet besteht aus sechs Modulen, die in den USA und Japan hergestellt wurden. Das letzte Modul traf kürzlich in Frankreich ein, wo der Reaktor in Cadarache gebaut wird. ITER zielt darauf ab, bis 2025 erste Plasma-Tests durchzuführen und ab 2035 vollständige Fusionsreaktionen zu erzeugen. Dies könnte den Weg zu sauberer, unerschöpflicher Energie ebnen.
Auswirkungen auf die Energieversorgung
Der Erfolg von ITER könnte die globale Energieversorgung revolutionieren. Im Gegensatz zur Kernspaltung produziert Fusion keine langlebigen radioaktiven Abfälle und nutzt Wasserstoff als Brennstoff. Experten sehen darin eine Lösung für den Klimawandel und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.