KI-Modelle scheitern an Captchas: GPT-5 am schlechtesten
Sind Captchas dank Künstlicher Intelligenz nutzlos geworden? Forscher haben die führenden Modelle Claude, Gemini und GPT-5 getestet – mit enttäuschenden Ergebnissen, besonders für OpenAIs Modell.
Die Testmethode der Forscher
Forscher haben eine umfangreiche Studie durchgeführt, in der sie verschiedene Captcha-Typen an die KI-Modelle verfüttert haben. Dabei ging es um Bilderrätsel, bei denen Objekte wie Autos, Ampeln oder Fußgänger erkannt werden müssen. Die Modelle wurden aufgefordert, die Captchas zu lösen, als ob sie echte Benutzer wären.
Ergebnisse im Detail
Claude von Anthropic erreichte eine Erfolgsrate von etwa 40 Prozent, was zeigt, dass es Schwierigkeiten mit verzerrten Bildern hat. Gemini von Google schnitt etwas besser ab mit 55 Prozent, dank seiner starken Bilderkennungsfunktionen. Doch GPT-5 von OpenAI lag mit nur 25 Prozent Erfolgsrate weit hinten. Die Forscher führen das auf Schwächen in der visuellen Verarbeitung zurück.
Warum GPT-5 am schlechtesten abschneidet
OpenAIs Modell scheint besonders anfällig für gängige Captcha-Tricks zu sein, wie leichte Verzerrungen oder Überlagerungen. Im Gegensatz zu Gemini, das auf Googles riesiger Bilddatenbank basiert, fehlt es GPT-5 an spezialisierter Trainingsdaten für solche Aufgaben. Die Studie hebt hervor, dass allgemeine Sprachmodelle nicht optimal für visuelle Rätsel geeignet sind.
Auswirkungen auf die Sicherheit
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Captchas trotz KI-Fortschritten noch immer wirksam sind. Sie schützen Websites vor Bots, da selbst fortschrittliche Modelle scheitern. Allerdings warnen die Forscher, dass zukünftige KI-Verbesserungen Captchas obsolet machen könnten, was zu neuen Sicherheitsmaßnahmen führt.
Fazit
Am Ende des Tages bleibt die ach so smarte KI doch nur ein digitaler Tollpatsch, der über ein simples Captcha stolpert – vielleicht ist das der Beweis, dass wir Menschen noch nicht ganz überflüssig sind, oder?