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Seltene Erden: Zeit zu handeln!

In einer Zeit, in der die Abhängigkeit von China für Seltene Erden immer kritischer wird, fordert Experte Daniel Goldmann von der TU Clausthal dringend Maßnahmen.

Die aktuelle Lage

Die Versorgung mit Seltenen Erden und anderen kritischen Metallen ist für Deutschland ein brisantes Thema. Diese Rohstoffe sind essenziell für High-Tech-Produkte wie Smartphones, Elektroautos und Windkraftanlagen. Der Großteil kommt aus China, was zu Risiken durch geopolitische Spannungen führt. Daniel Goldmann, Professor an der TU Clausthal, warnt: „Jetzt, wo die Hütte brennt, ist es allerhöchste Zeit, zu agieren.“

Alternative Quellen

Goldmann schlägt vor, alternative Quellen anzuzapfen. Dazu gehören Abbau in anderen Ländern wie Australien oder Kanada, wo Vorkommen vorhanden sind. Auch Recycling aus Elektronikschrott könnte eine wichtige Rolle spielen. Er betont, dass sekundäre Rohstoffe aus Altgeräten eine nachhaltige Option darstellen. Zudem könnten Tiefseebergbau oder Asteroidenabbau in der Zukunft relevant werden, auch wenn das noch science-fictionartig klingt.

Staatliche Risikoabsicherung

Ein zentraler Punkt in Goldmanns Plädoyer ist die Forderung nach staatlicher Unterstützung. Andere Nationen wie die USA oder Japan bauen mit Milliardeninvestitionen strategische Reserven auf und sichern Lieferketten ab. Deutschland sollte ähnlich vorgehen, um Risiken zu minimieren. „Ohne staatliche Risikoabsicherung bleiben Unternehmen auf der Strecke“, erklärt er. Förderprogramme und Garantien könnten den Einstieg in neue Projekte erleichtern.

Herausforderungen und Chancen

Die Umsetzung ist nicht einfach. Umweltstandards müssen eingehalten werden, und der Abbau ist teuer. Dennoch sieht Goldmann Chancen in der Innovation: Neue Technologien könnten den Bedarf an Seltenen Erden reduzieren, etwa durch substitutionäre Materialien. Er plädiert für eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik.

Fazit

Wenn Deutschland nicht bald aufwacht, könnten wir bald mit leeren Batterien dastehen – und das nicht nur im übertragenen Sinne. Hoffentlich brennt die Hütte nicht komplett ab, bevor der Feuerwehrschlauch endlich angeschlossen wird. Sonst wird's teuer, und wir tanzen weiter Chinas Melodie.

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