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Student legt 1988 versehentlich 10% des Internets lahm

Einer der frühesten Cyberangriffe fand bereits Ende der 80er Jahre in den USA statt. Ein Student namens Robert Tappan Morris entwickelte einen Computerwurm, der sich unkontrolliert ausbreitete und etwa zehn Prozent des damaligen Internets lahmlegte. Dieser Vorfall führte zu einer FBI-Ermittlung, hatte aber auch positive Effekte auf die Cybersicherheit.

Der Hintergrund des Vorfalls

Im November 1988 war das Internet noch in den Kinderschuhen. Es basierte größtenteils auf dem ARPANET, einem Netzwerk, das hauptsächlich von Universitäten und Forschungseinrichtungen genutzt wurde. Robert Morris, ein 23-jähriger Student an der Cornell University, wollte die Größe des Internets ermitteln. Dazu programmierte er einen Wurm, der sich von Computer zu Computer ausbreiten sollte, ohne Schaden anzurichten.

Wie der Wurm funktionierte

Der Morris-Wurm nutzte Sicherheitslücken in Unix-Systemen aus, um sich zu replizieren. Er infizierte Rechner über Schwachstellen in Programmen wie Sendmail und Finger. Ein Fehler im Code führte jedoch dazu, dass der Wurm sich mehrmals auf demselben Computer installierte, was die Systeme überlastete und sie zum Absturz brachte. Innerhalb weniger Stunden waren Tausende von Computern betroffen, darunter Systeme bei der NASA und dem Militär.

Die Auswirkungen und die Reaktion

Etwa 6.000 Computer – rund zehn Prozent des damaligen Internets – wurden lahmgelegt. Die Kommunikation brach zusammen, E-Mails konnten nicht versendet werden und Forschungsarbeiten kamen zum Erliegen. Die FBI leitete eine Untersuchung ein, und Morris wurde als Urheber identifiziert. Er wurde 1989 angeklagt und später zu drei Jahren auf Bewährung, 400 Stunden Gemeinschaftsarbeit und einer Geldstrafe verurteilt. Es war einer der ersten Fälle von Computerkriminalität vor Gericht.

Die positiven Seiten des Vorfalls

Trotz des Chaos hatte der Morris-Wurm auch Vorteile. Er machte die Öffentlichkeit und Experten auf Schwachstellen im Internet aufmerksam. In der Folge wurden Sicherheitsmaßnahmen verbessert, und Organisationen wie das CERT Coordination Center wurden gegründet, um zukünftige Bedrohungen zu bekämpfen. Morris selbst gründete später erfolgreiche Unternehmen und wurde Professor am MIT.

Fazit

Wenn ein Student mit einem simplen Wurm das halbe Netz plattmacht, dann gute Nacht, Internet! Heute würde so etwas wahrscheinlich nur noch für einen viralen TikTok-Moment sorgen – aber hey, danke Morris, ohne dich hätten wir vielleicht immer noch Passwörter wie '1234'. Nächstes Mal einfach mal zählen, statt zu wurmen!

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