Tech-Konzerne und fragwürdige CO₂-Ausgleich
Mit dem BECCS-Verfahren versuchen Tech-Konzerne, ihre CO₂-Bilanz zu schönen, doch Kritiker warnen vor negativen Effekten.
Das BECCS-Verfahren erklärt
BECCS steht für Bioenergy with Carbon Capture and Storage. Dabei wird Biomasse verbrannt, um Energie zu erzeugen, und das entstehende CO₂ wird eingefangen und gespeichert. Dies soll negative Emissionen erzeugen, indem mehr CO₂ aus der Atmosphäre entfernt wird, als emittiert wird.
Engagement der Tech-Giganten
Große Tech-Konzerne wie Microsoft oder Google investieren in BECCS-Projekte, um ihre Klimaziele zu erreichen. Sie kaufen Zertifikate für CO₂-Entfernung, um ihre eigenen Emissionen auszugleichen und als klimaneutral zu gelten.
Kritik und Risiken
Kritiker fürchten, dass BECCS zu Landnutzungskonflikten führt, da große Flächen für Biomasseanbau benötigt werden. Zudem könnte es die Biodiversität schädigen und Wasserressourcen belasten. Es gibt Bedenken, dass dies nur eine Scheinlösung ist, die echte Reduktionen verzögert.
Ausblick und Alternativen
Trotz der Kritik wächst der Markt für solche Technologien. Experten fordern strengere Regulierungen und betonen die Notwendigkeit, Emissionen direkt zu verringern, anstatt nur auszugleichen.